Saisonaler Kraftstoffwechsel

Je nach Jahreszeit wird an Tankstellen unterschiedlicher Kraftstoff angeboten. Diese Varianten sind speziell auf die jeweiligen Temperaturbedingungen abgestimmt. Wird ein nicht geeigneter Kraftstoff verwendet, kann das technische Probleme nach sich ziehen.

Warum sich Benzin im Winter von Sommerbenzin unterscheidet

Sowohl Benzin als auch Diesel werden für den Sommer- und Winterbetrieb angepasst, damit Fahrzeuge bei Hitze ebenso zuverlässig funktionieren wie bei Kälte. In der kalten Jahreszeit steigt der Kraftstoffverbrauch, weshalb Winterbenzin einen höheren Anteil leicht verdampfender Bestandteile enthält. Diese sorgen dafür, dass der Motor auch bei frostigen Temperaturen problemlos zündet. Bei sommerlichen Temperaturen wären solche Bestandteile jedoch ungünstig, da sie die Entstehung von Dampfblasen in den Leitungen begünstigen könnten. Aus diesem Grund wird ihr Anteil im Sommer deutlich reduziert.

Risiken durch ungeeigneten Kraftstoff

Nach Angaben des europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) kann eine falsche Kraftstoffwahl negative Auswirkungen haben. Insbesondere Winterbenzin kann bei warmen Wetter moderne Motoren und Abgasanlagen beeinträchtigen. Mögliche Folgen reichen von Startproblemen über unruhigen Motorlauf bis hin zu erhöhten Emissionen von Kraftstoffdämpfen. Besonders betroffen sind Fahrzeuge, die während der kalten Monate nur selten genutzt werden. Empfehlenswert ist es daher, während der Übergangsphase nicht komplett vollzutanken, um den Winterkraftstoff zügig aufzubrauchen. Erst nach vollständigem Verbrauch sollte der Tank wieder ganz gefüllt werden.

Die Umstellung der Kraftstoffsorten ist innerhalb der EU zeitlich geregelt: Ab Mitte März dürfen Tankstellen Sommerkraftstoff anbieten, ab dem 1. Mai ist dieser verpflichtend. Anfang Oktober beginnt der Verkauf von Winterkraftstoff, der ab Mitte November ausschließlich abgegeben werden darf.